FIP - Feline Infektiöse Peritonitis

Ist FIP heilbar?
Widmen wir uns zunächst der wichtigsten Frage, denn diese kann inzwischen mit ja beantwortet werden. Bis vor Kurzem war es nicht möglich FIP zu heilen, inzwischen ist es aber kein Todesurteil mehr. Zu verdanken haben wir dies dem Medikament GS441524, welches in Deutschland bislang nicht offiziell zugelassen ist, weshalb Tierärzte dieses nicht anwenden dürfen. Immer mehr Tierärzte wissen aber von der möglichen Heilung durch GS 441524 und unterstützen die Besitzer der FIP kranken Katze. Die Behandlung selbst muss allerdings von den Haltern selbst durchgeführt werden, d.h. rund 80 Tage tägliches Spritzen des Medikaments. Während der Behandlung sollte die FIP kranke Katze aber selbstverständlich regelmäßig dem Tierarzt vorgestellt werden um Blutbilder zu machen und die Behandlung zu begleiten. Die Kosten für GS 441524 sind abhängig von der Form, an der die Katze erkrankt ist sowie vom Gewicht. Günstig ist die Behandlung allerdings leider nicht.

 

Da die meisten Tierärzte nicht viel Ahnung von der Behandlung mit GS 441524 haben, hat sich auf Facebook eine großartige Gruppe von Menschen gegründet, die sich bestens mit der Behandlung mit GS 441524 auskennen, ebenso gibt es dort Fachleute die FIP-Blutbilder auswerten können und selbstverständlich hunderte Erfolgsgeschichten von genesenen Fellnasen. 

 

Wenn Ihre Katze an FIP erkrankt ist und Sie an der Behandlung mit GS 441524 Interesse haben, kann ich nur raten Mitglied in dieser Facebook Gruppe zu werden. Die Mitglieder sind mehr als gut organisiert und eine Startdosis GS 441524 kann in der Regel innerhalb von wenigen Stunden durch die dortigen Ersthelfer gestellt werden. Auch bei der Bestellung von GS 441524 sind die Mitglieder gerne behilflich, schließlich haben sie bereits viel Erfahrung mit den verschiedenen Herstellern und Händlern in Übersee gemacht. 

 

https://www.facebook.com/groups/701711923584954/


Was ist FIP?
FIP ist eine durch das Feline Coronavirus ausgelöste Infektionskrankheit. Das Feline Coronavirus tragen Studien zu folge etwa 90 % der Katzen in sich. Jedoch erkranken nur die wenigsten Tiere an FIP. Am häufigsten betroffen sind Tiere in einem Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren und ältere Tiere ab 14 Jahren. FIP wird in zwei Formen unterschieden:

Die trockene FIP
Bei der trockenen Form sind die Krankheitszeichen sehr unspezifisch. Anzeichen können u.a. zunächst Apathie, Abmagerung, Fieber und Müdigkeit sein. Auch kann eine Gelbverfärbung von Haut und Schleimhäuten ein wichtiger Hinweis sein. Seltener zeigen die Tiere auch Ausfälle des zentralen Nervensystems, z.B. Lähmungen, allgemeinen Störungen des Bewegungsablaufes und Missempfindungen auf der Hautoberfläche.

Die feuchte FIP
Das deutlichste und häufigste Anzeichen einer feuchten FIP ist die Umfangsvermehrung des Bauchraumes und die sonstige Abmagerung der Katze. Zur Feststellung wird die Katze an der Stelle der Umfangsvermehrung punktiert und Flüssigkeit entnommen. Bei einer FIP-Erkrankung wird ein gelbliches und fadenziehendes Sekret aufgefunden. Auch bei dieser Form der FIP leitet die Katze häufig unter Symptomen wie Fieber, Gewichtsverlust und zunehmender Apathie. Es gibt aber auch Katzen, deren Allgemeinbefinden ungestört scheint. Mit Atembeschwerden, bis hin zur ausgeprägten Atemnot, verbunden ist ein Erguss in die Brusthöhle. Auch diese Variante der feuchten Form wird beobachtet. Es kann jedoch auch zu einer Mischform der feuchten und trockenen FIP kommen.

Woher kommt FIP?
FIP wird durch das Felinie Coronavirus (kurz FECV) ausgelöst. Grundsätzlich ist das FECV vollkommen ungefährlich und wird von ca. 90 % der weltweiten Katzenbevölkerung getragen. Im schlimmsten Fall wird durch das FECV leichter Durchfall oder leichter Schnupfen ausgelöst. FIP entsteht durch eine Mutation des harmlosen FECV in hoch aggressive und bösartige Coronaviren. Bis heute ist ungeklärt, warum das Virus mutiert, man nimmt an, dass großer Stress dafür verantwortlich sein könnte, genau wissen tut man es aber nicht. Was jedoch bewiesen ist, ist dass die Coronaviren nur in einem Tier mutieren können, dessen Immunsystem geschwächt ist. Man geht heute davon aus, dass die trockene FIP entsteht, wenn das Immunsystem teilweise noch arbeitet und die nassen FIP bei einem völligen Zusammenbruch des Immunsystems. Bewiesen ist allerdings auch diese Theorie nicht.

Wie kann FIP diagnostiziert werden?
FIP kann nur am toten Tier durch eine pathologische Untersuchung diagnostiziert werden. Man kann zwar auch den Corona-Titer des Tieres per Blutbild bestimmen lassen, da dieser aber nicht zwischen den harmlosen Coronaviren und den mutierten Coronaviren unterscheiden kann, ist dieser Test völlig unaussagekräftig. Ein erhöhter Titer kann viele Ursachen haben und weißt nur selten auf eine tatsächliche FIP-Erkrankung hin. Leider gibt es bei einer diagnostizierten FIP keine Chance auf Heilung, nach dem Ausbruch der Krankheit hat die Katze in der Regel nur noch wenige Tage oder Wochen zum leben. In den meisten Fällen raten Tierärzte schon im frühen Stadium der Krankheit zum Euthanasieren des Tieres. Hier sollte jedoch nicht zu vorschnell gehandelt werden! Die Praxis zeigt, dass Tierärzte gerade eine FIP-Erkrankung sehr schnell und leichtfertig diagnostizieren, wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind und für die Symptome der Katze keine andere Erklärung finden können.

Ein Fall aus der Praxis
Schweizer Züchter kaufen Kitten bei einer Zucht in Deutschland. Das Tier war ca. 10 Stunden unterwegs, musste zwei Mal Fliegen (wg. Zwischenstopp), lange Autofahrten und dann noch der übliche Stress eines Umzuges (neue Leute und Katzen, Gerüche etc.). Einen Tag nach der Abholung bekam das Kitten sehr hohes Fieber (41 Grad), die Ärzte wussten nicht warum, war das Kitten doch ansonsten völlig in Ordnung. Man diagnostizierte auch in diesem Fall erst einmal eine FIP-Erkrankung. Die Katze bekam Infusionen und fiebersenkende Mittel. Nach 2 Tagen verschwand das hohe Fieber so schnell wie es gekommen war und die Katze hat nie wieder solche Symptome gehabt. Bis heute können sich Züchter und Tierärzte nicht erklären, was die Katze hatte, sie wird in dieser Form auf den enormen Stress reagiert haben. Aber auch hier waren die Tierärzte sehr schnell mit einer falschen FIP Diagnose!

Das mutierte Coronavirus ist nicht ansteckend!!!

Die harmlose Variante des Coronavirus jedoch wird vermehrt über den Kot übertragen